UV-Schutz von innen heraus

 

 

 

Ich habe es schon angekündigt in dem Beitrag

"UV-Schutz? - natürlich! ".  Jetzt wird's aber auch Zeit! Der Sommer kommt schneller als man denkt.

Man kann die Haut auch mit bestimmten Lebensmitteln von Innen auf die Sonne vorbereiten, damit der Körper seine eigenen Schutzmechanismen hochfährt. Hier erzähle ich dir mehr darüber: 

Stichwort Carotinoide: 

Carotinoide sind natürliche Pigmente, die deshalb in der Pflanze enthalten sind, um deren Blätter und Früchte unter anderem vor Sonnenbrand durch zu viel UV-Strahlung zu schützen. Genau dieselbe Wirkung entfalten Carotinoide auch in und auf unserer Haut. Carotinoide, die wir zu uns nehmen, schützen unsere Haut – genau wie sie es mit dem Blatt oder der Frucht der Pflanze tun – von innen- und erhöhen so den körpereigenen Lichtschutzfaktor bzw. verringern die Empfindlichkeit der Haut gegen UV-Strahlung.

 

Zu den wirksamsten Sonnenschutz-Carotinoiden gehört das Astaxanthin. Astaxanthin  ist ein Carotinoid, das vor allem in roten Algen vorkommt und für deren Farbe verantwortlich ist. Diese Algen leben oft auch in Gewässern oder sogar Pfützen, die in der heissen Jahreszeit zeitweise austrocknen. Jetzt wird das Astaxanthin in den Algen aktiv und schützt nun die der Sonne ausgesetzten Algen vor Schäden durch UV-Strahlung. Auf diese Weise gelingt es den Algen, in der heissen und permanent besonnten Trockenheit so lange schadlos zu verharren, bis wieder Regenfälle einsetzen. Astaxanthin ist ein sehr starkes Antioxidans, das auch uns Menschen helfen kann. Zwar sind wir keine Algen, doch kann Astaxanthin auf ähnliche Weise unsere Haut von innen heraus vor Sonnenbrand schützen, so dass man mit Astaxanthin länger in der Sonne bleiben kann als ohne dessen inneren Schutz. 

 

Neben Astaxanthin können auch andere Lebensmittel die Haut von innen vor Sonnenbrand schützen. Mikronährstoffe wie Carotinoide, Tocopherole (Vitamin E), Ascorbate (Vitamin C), Flavonoide oder bestimmte Fettsäuren agieren dabei als natürliches UV-Schutzschild von Innen. Lieferanten für all diese Substanzen sind nahezu alle roten, orangefarbenen und dunkelgrünen Gemüse und Früchte sowie – als Fettlieferanten – Ölsaaten und Nüsse bzw. deren Öle.

 

Wissenschaftliche Studien gibt es zum Beispiel zum Sonneschutz-Potential von Tomaten. Die Untersuchungen zeigten, dass 55 Gramm Tomatenmark pro Tag den natürlichen Sonnenschutz der Haut um 33 Prozent erhöhen, was offenbar auf die Wirkung von Lycopin – einem sekundären Pflanzenstoff – zurückzuführen ist.  

Noch effektiver, was den Sonnenschutz angeht, sind gekochte Tomaten, weil das Lycopin im rohen Zustand nur in gebundener Form vorliegt und dadurch nur schwer vom Körper verwertet werden kann. Erst beim Erhitzen wird die Bioverfügbarkeit erhöht.

 

 

 

Passend dazu; ein lecker Rezept für einen gesunden Ketch-Up:

 

- 200g Tomatenmark (aus 100% Tomaten)

- ¾ Tasse Wasser

- 2 Esslöffel roher, ungefilterter Apfelessig

- 2 Esslöffel Agavendicksaft (nach Geschmack)

- ½ Teelöffel Kristall- oder Meersalz

- 1 Zwiebel gehackt

- 2 Prisen Piment

- 2 Prisen Gewürznelken

- nach Belieben etwas Knoblauch und/oder Chili


Zubereitung: Gebe alle Zutaten (ausser den Agavensaft) in einen mittelgrossen Kochtopf. Bringe die Masse unter Rühren zum Kochen. Schliesse den Topf mit einem Deckel und lasse den Ketchup bei niedriger Hitze und unter gelegentlichem Umrühren für 20 Minuten köcheln. Erst gegen Ende wird der Agavendicksaft hinzugegeben. Nach dem Abkühlen kannst du den Ketchup problemlos in einem geschlossenen Gefäss im Kühlschrank lagern. 

Legga! Ein gesunder Ketchup, der deine Haut schützt :)

 

 

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