Dumm wie Brot war gestern

 

 

Wir deutschen lieben unser Brot. Zum Frühstück, zur Suppe und das Abendbrot. Es gehört fest zum Speiseplan. Wegdenken? Geht doch ganricht! Was soll man dann noch essen? Das das viele Getreide, was wir uns täglich reinziehen, nicht gut für uns und vor allem unsern Darm ist, wissen wir mittlerweile (fast) alle. Bücher wie, "Weizenwampe" oder "Dumm wie Brot" erzählen uns warum genau das so ist. Abgesehen von der wachsenden Wampe oder der schrumpfenden Hirnleistung leidet aber auch unsere Haut.............

Deshalb habe ich mich dazu entschlossen (überwiegend ;) ) ohne Brot und ohne Getreide zu leben. Aber wie soll das gehen? Und was genau hat das mit der Haut zu tun? Das möchte ich dir nun erzählen. Ausserdem habe ich DAS ober leckerere Rezept für ein frisches Brot ganz ohne Mehl. 

 

Ersteinmal sollte man unterscheiden zwischen dem heutigen Weizen, dem früheren Urgetreide und den Pseudogetreidesorten. Denn Getreide ist nicht gleich Getreide! 

 

Seit längerer Zeit (500Jahre) bauen die Menschen Getreide an um sich von ihm zu ernähren und  satt zu werden. Damals, als die Pflanze noch ganz ohne Dünger, Pestizide und Genmanipulation auskam und man nicht dreimal täglich Brot, Kuchen und Pizza gegessen hat war das auch alles supi. Das Urkorn lieferte wichtige Nähr-und Mineralstoffe und man musste körperlich arbeiten um überhaupt ans Korn zu kommen. 

 

Über die Jahre wurde die Agrarwirtschaft immer weiter "optimiert". Das Korn wurde den äußeren Einflüssen "angepasst". Man kann es resistent machen gegen alles Mögliche, sodass es auch auf ungeeigneten Böden wächst oder in einem andren Klima.  Man kann es aber auch abhängig machen von bestimmten Produkten, die die Bauern bitte immer auch dazu kaufen sollen, weil sonst ihr Saatgut garnicht gedeiht.  Für mich hat das heute nichts mehr mit einem liebevollen bepflanzen der Felder unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Pflanze und der Umwelt zu tun. 

 

Mit den steigenden  Manipulationen gehen die wertvollen und gesunden Eigenschaften eines Getreidekorns immer weiter flöten. Und aber auch die Qualität unserer Böden und schließlich auch unseres Wassers. 

 

Ich lebe im Moment in der Großstadt und wenn ich mal mit dem Auto oder Zug i  die Heimat fahre sehe ich nur noch Einheitsbrei. Jedes Feld sieht gleich "perfekt" aus. Es gibt kein "Unkraut" und keine Tiere (ich denke da an Vögel, Schmetterlinge und Bienen). Das hat nix mehr mit Natur zu tun!............................

 

Ich schweife vom Thema ab glaube ich ;) 

 

Also der Weizen

Der ist heut nicht mehr derselbe! Vor allem was sein Glutengehalt angeht. Aber wir sind noch dieselben! Unser Körper hat sich evultionsmäßig in dieser kurzen Zeit nicht weiterentwickelt. So hat sich unser Verdauungsystem den heute verzehrten Gluten-Massen auch nicht angepasst. Viele spüren deutlich dass sie ihn nicht vertragen. Aber die meisten von uns hören und sehen die Zeichen des Körpers nicht. Im Gegenteil. Symptome wie Unwohlsein oder Magendruck werden einfach so hingenommen.

 

Wir können sogar richtig abhängig werden. Leiden wie Migräne, Entzündungskrankheiten, Gelenkschmerzen, Depressionen, Haut- und Atemwegserkrankungen werden aber garnicht mit Weizen, bzw Gluten in Verbindung gebracht. 

Dabei verschwinden diverse Beschwerden bei einer glutenfreien Ernährung wie von selbst.

 

Weizenprodukte sollen unseren Körper dermassen manipulieren, dass wir nach kurzer Zeit das Verlangen nach mehr bekommen, d. h. noch ein Brötchen, noch einen Keks… Denn das dumpfe Gefühl, welches viele nach dem Verzehr von Weizen empfinden, suggeriert uns, unsere Energie wieder aufzutanken. Womit? Mehr Weizen!


Für den Fall, dass du täglich Weizenprodukte konsumierst, mache den Selbstversuch und verzichte für ein paar Tage auf Getreide. Höchstwahrscheinlich wirst du handfeste Entzugserscheinungen durchleiden.

 

Der hohe Glutendgehalt lässt ausserdem unsern Blutzuckerspiegel so schnell und so hoch schießen dass seeeeehr viel Insulin benötigt wird um ihn wieder runter zu bekommen. Insulin fördert die Androgenproduktion (männliche Geschlechtshormone) welche die Talgproduktion der Haut anregen und die Gefahr ganz schön hoch ist, dass Pickel entstehen. Denn durch die ganze Unverträglichkeitsgeschichte entstehen auch leicht Entzündungen. 


Damit wir uns nicht mit Pusteln oder Ausschlägen auf der Haut das Leben vermiesen geht es natürlich auch anders! In der Rohkost-Welt gibt es unzählige Rezepte und Alternativen zu Getreideprodukten. Nudeln zum Beispiel kann man ganz einfach aus Gemüse herstellen indem man Zucchini, Gurke oder Möhren mit einem Spiralschneider zu Spaghetti zaubert.


Brot kann man auch ganz ohne Mehl backen. Ich habe es neulich ausprobiert und es ist soooo legga! Durch die vielen guten Ballaststoffe ist man schnell satt. Es gibt kein Blutzucker-Auf-und-Ab und wir tun unserm Darm sogar noch etwas Gutes. Hier das Rezept:

Das ultimative, glutenfreie Flohsamen-Brot


Zutaten:

  • 135 g Sonnenblumenkerne
  • 90 g Leinsamen
  • 65 g Haselnüsse (oder andere)
  • 2 EL Chia-Samen
  • 4 EL Flohsamenschalen
  • 1 TL Meersalz
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 3 EL Kokosöl
  • 350 ml Wasser



Zubereitung:

Alle nassen Zutaten in einer Schüssel vermischen und in einer separaten Schale die trockenen Zutaten vermengen. 

Dann alles solange verrühren bis der Teig gut durchfeuchtet ist. In eine Kastenform füllen und mindestens 2 Stunden, am besten jedoch über Nacht, bei Raumtemperatur stehen lassen. 


Im Ofen bei 175 Grad erst 20 Minuten backen. Dann das Brot aus der Kastenform rausnehmen und umgedreht auf dem Ofengitter weitere 30 bis 40 Minuten backen.  Fertig!


Vor dem Anschneiden unbedingt abkühlen lassen. 


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